Naturbaustoffe bieten viele Vorteile

Die Menschen nutzen schon seit vielen Jahrhunderten Naturbaustoffe zum Bauen, Sanieren und Wohnen. Sie kennen die Vorteile von Holz, Stroh, Lehm, Kalk und viele andere Materialien – und können sie gezielt nutzen. Heute ist dieses Wissen nicht mehr überall bekannt, weil wir in den letzten Jahrzehnten neue Baustoffe entwickelt haben. Die überzeugten zunächst durch einfachere Anwendung, kürzere Trocknungszeiten oder günstigeren Preis. Manchmal gab es aber auch Nachteile, die oft erst viel später entdeckt wurden – z. B. die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Asbest oder früheren Holzschutzmitteln.

Naturbaustoffe überzeugen nicht nur durch ihren angenehmen Geruch oder die warmen Oberflächen (Holz), sondern verfügen über einige Vorteile, die Sie für Ihr Zuhause nutzen können:


Dämmung mit gutem Feuchte-Management

Naturdämmstoffe bieten einen guten Wärmeschutz im Winter. Einige Dämmstoffe ermöglichen darüber hinaus einen kapillaren Feuchtetransport von Wasserdampf. Damit kann man bei Altbausanierungen auch von innen dämmen, wenn die Fassade erhalten werden soll. 


Sommerlicher Wärmeschutz

Bei Holzweichfaserdämmung oder Zellulosedämmung ist der sommerliche Wärmeschutz deutlich besser als von Mineralwolle oder Polystyrol. Ein mit Mineralwolle gedämmter Dachstuhl heizt sich deshalb deutlich schneller auf. Bei einer Zellulose-Dämmung kommt die Wärme dagegen erst in der Nacht im Innenraum an – und kann dann durch Lüftung ausgeglichen werden.


Ausgeglichenes Raumklima

Viele Naturbaustoffe (z. B. Lehmputz) haben feuchteregulierende Eigenschaften. Sie können Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und später wieder abgeben. Damit bleibt die Raumfeuchte relativ konstant. Lehmputz kann aber noch mehr. Durch seine Masse reagiert er träge auf Temperaturschwankungen und sorgt so für gleichmäßig temperierte Räume.

Naturbaustoff Kork
Naturbaustoff Kalk

Gerüche und Schadstoffe puffern

Lehm- und Kalkputz sowie Schafwoll-Dämmung können sogar bis zu einem gewissen Grad Gerüche neutralisieren und geringe Mengen an Schadstoffen aufnehmen.


Schimmelrisiko reduzieren

Reiner Kalkputz ist hat einen hohen pH-Wert und kann so das Schimmelrisiko reduzieren, weil Schimmel auf diesem sehr alkalischen Untergrund nicht wachsen kann. Darüber hinaus ist Kalkputz in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und später wieder an die Raumluft abzugeben. Dadurch wird die Wandoberfläche trockener – und ist nicht mehr so anfällig für Schimmel.

Kalkdämmputz sorgt für wärmere Wände, an denen sich weniger Feuchtigkeit niederschlägt. Dadurch eignet er sich als Dämmstoff in schwierigen und feuchten Bereichen wie Keller oder Souterrain. 

Mehr Infos zur Schimmelsanierung gibt’s hier.


Schallschutz

Lehmputz, Lehmplatten oder Holzweichfaserplatten bieten aufgrund ihrer Masse einen guten Schallschutz in Räumen und beim Trockenbau. Auch Schafwolldämmung hat gute Schallschutz-Eigenschaften.

Beim Fußboden ist Trittschallschutz wichtig. Hier gibt es gute Lösungen durch Unterkonstruktionen aus Vollholz mit Dämmstreifen oder auch durch dünne Dämmelemente aus Wellpappe und Sand (PhoneStar).