03.08.2026

So vermeiden Sie Backofentemperaturen im Haus

Warum heizen sich manche Wohnungen schneller auf?

Frau fächelt sich in warmer Wohnung Luft zu und wirkt erschöpft

Eine Hitzewelle jagt die nächste. Viele klagen über brütende Hitze im Dachgeschoss oder in der Wohnung. Aber es gibt auch Menschen, die gut durch die heißen Tage und Nächte kommen – sogar ohne Klimaanlage.

Erfahren Sie hier, was diese Menschen anders machen – und welche Rolle der richtige Dämmstoff spielen kann ...


Welche Dämmstoffe bieten einen guten sommerlichen Wärmeschutz?

So sieht das Dämmstoff-Experiment zum sommerlichen Wärmeschutz aus

Um herauszufinden, welcher Dämmstoff einen guten sommerlichen Wärmeschutz bietet, haben wir ein Experiment gemacht und drei gängige Dämmstoffe mit vergleichbaren Werten für die Wärmedämmung im Winter getestet:

  • Mineralwolle
  • Polystyrol
  • Holzweichfaser

Aufbau Hitzeschutz-Experiment mit drei gängigen Dämmstoffen Holzweichfaser, Polystyrol und Mineralwolle

Dazu durften wir den Versuchsaufbau vom Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen in Verden nutzen: 

  • Eine Wärmelampe symbolisiert die Sonne
  • Im darunter liegenden Fach liegt der 2 cm dicke Dämmstoff
    • Links: Mineralwolle
    • Mitte: Polystyrol
    • Rechts: Holzweichfaser
  • Ganz unten befindet sich ein Temperatursensor, der die Temperatur misst – und mit Hilfe einer digitalen Anzeige (ganz oben) sichtbar macht

Kurz nach dem Einschalten der Wärmelampen zeigen sich bereits erste Temperaturveränderungen. Nach 12 Minuten sind die Unterschiede schon sehr deutlich: Die Wärme durchdringt die Mineralwolle am schnellsten – gefolgt von Polystyrol. Am besten schneidet die Holzweichfaser ab. Hier erwärmt sich der darunter liegende Raum deutlich langsamer.

Nach 12 Minuten zeigt die Temperaturmessung deutliche Unterschiede bei den drei Dämmstoffen

Ergebnis des Dämmstoff-Tests zum Hitzeschutz nach 12 Minuten:

  • Links Mineralwolle: 35 °C – entspricht + 67%
  • Mitte Polystyrol: knapp 30 °C – entspricht + 39%
  • Rechts Holzweichfaser: knapp 24 °C – entspricht + 13%

Tabelle mit Ergebnis-Hitzeschutz-Experiment: Der Raum unter der Holzweichfaser erwärmt sich langsamer


Warum liefern die Dämmstoffe so unterschiedliche Ergebnisse?

Die ausgewählten Dämmstoffe haben eine vergleichbare Kältedämmung im Winter, die durch die Wärmeleitfähigkeit  angegeben wird. Dennoch gibt es Unterschiede im Sommer. Das hat mit der spezifischen Wärmekapazität zu tun, wie die Tabelle unten zeigt (Spalte 2). Das ist der Grund, warum sich die massivere und kompaktere Holzweichfaser langsamer erwärmt. Die Zellulose (wurde nicht getestet) hat übrigens ähnliche Werte und wurde zum Vergleich in die Übersicht aufgenommen.

Tabelle mit Dämmstoff-Vergleich des Hitzeschutz-Experiments von Holzfaserplatten, Zelluloseflocken, Polystyrol und Steinwolle

Kurze Erklärung zu den Kennzahlen für Dämmstoffe

Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K)

Gibt die Größe des Wärmestroms an, der pro Sekunde durch 1 qm einer 1 m dicken Schicht bei einer Temperaturdifferenz von 1 K übertragen wird. Werte, die kleiner als 0,050 W/(m·K) sind, garantieren gute wärmedämmende Eigenschaften.

Spezifische Wärmekapazität in J/kg·K

Gibt die Energiemenge an, die benötigt wird, um 1 kg eines Stoffes um 1 °C zu erwärmen. Stoffe bzw. Bauteile mit großen c-Werten weisen ein träges Temperaturverhalten auf, d. h. sie leisten einen guten „sommerlichen Wärmeschutz" durch die zeitliche Verzögerung der Erwärmung.

Rohdichte in kg/m3

Masse eines Stoffes in kg bezogen auf einen Kubikmeter.

Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl

Gibt an, um wie viel der Widerstand einer Stoffschicht bezogen auf die Wasserdampfdurchlässigkeit größer ist als die gleich dicke Luftschicht. Bauteile mit niedrigen µ-Werten sind vorteilhaft, da sie ein Abtrocknen eingedrungener Raumluftfeuchte ermöglichen.

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.


Was bedeutet das konkret für ein Gebäude?

Der Versuch zeigt die Entwicklung im Zeitraffer. In der Realität heizen sich die Häuser erst nach einigen Stunden auf. Das liegt daran, dass sie oft die 10fache-Dämmstärke und mehr haben – und weil auch andere Bauteile die Erwärmung verzögern wie z. B. dickes Mauerwerk oder schwere Lehmwände. Auch Verschattung und Lage spielen eine Rolle.

Dämmstoffe mit einer niedrigen spezifischen Wärmekapazität erwärmen die Wohn- und Arbeitsräume oft schon am Nachmittag. 

Frau fächelt sich in warmer Wohnung Luft zu und wirkt erschöpft

Bei Dämm-Materialien wie Holzweichfaser oder Zellulose kommen die warmen Temperaturen erst in der kühleren Nacht in den Räumen an. Da kann man durch Quer-Lüften die Raum-Temperaturen senken. Bei sehr langen Hitzeperioden mit tropischen Nächten kann es nach einigen Tagen dennoch warm werden.  

In solchen Fällen hilft nur Verschattung (vor allem der Dachfenster) und aktive Kühlung der Räume. Viele denken dabei an eine Klimaanlage, die man mit Solarstrom betreiben kann. Es gibt aber noch eine andere Lösung: Wasserführende Flächenheizungen, die mit einer Wärmepumpe betrieben werden, können Räume gleichbleibend und ohne Zugluft kühlen.


So kühlt die Flächenheizung Ihre Räume im Sommer

Mit einer Flächenheizung für Wand oder Decke können Sie Ihre Wohnräume nicht nur mit einer niedrigen Vorlauftemperatur heizen, sondern im Sommer auch kühlen. Dazu wird einfach kaltes Wasser durch die Rohre geleitet. So entsteht eine natürliche Klimaanlage, die sanft kühlt – ganz ohne Zugluft und Geräusche. Voraussetzung dafür ist eine Wärmepumpe.

Wärmebild zeigt, wie kaltes Wasser durch die Rohre der Wandheizung nach oben steigt und Wohnung kühlt

Das Wärmebild zeigt, wie das kühle Wasser von unten nach oben durch die Rohre strömt. So ist der Kühleffekt sehr gut erkennbar. Die Wand wird dadurch abgekühlt und überträgt die kühleren Temperaturen auf die Raumluft. So sorgen Sie für ein anhaltend angenehmes Raumklima an heißen Tagen.

Wand ohne sichtbaren Heizkörper und Klimagerät

Hier ist die gleiche Wand wie im Wärmebild zu sehen. Für die Kühlung brauchen Sie kein sichtbares Klimagerät. Das gilt gleichermaßen im Winter für die Heizkörper. Auch die sind unsichtbar in der Wand versteckt.


Erfahrungsbericht: Weingut Sauer in der sonnigen Pfalz

Wein braucht viel Sonne, um sein Aroma auszubilden. Für die Vinothek des Weinguts ist der Standort mitten im Weinberg jedoch eine Herausforderung – gerade in den heißen Sommern der letzten Jahre. Wie gut, dass sich Heiner Sauer beim Neubau für Lehmwände und eine Heizung mit Deckenkühlung entschieden hat. So bleiben die Räume auch im Sommer im angenehmen Temperaturbereich.

Mehr über die Deckenkühlung vom Weingut Sauer erfahren


Deckenheizung und Deckenkühlung funktioniert fast überall

Manche Räume haben viele Fenster – und wenig Wandfläche. Hier ist eine Deckenheizung oft besser geeignet als eine Wandheizung. Ein weiterer Vorteil: Sie können die komplette Fläche nutzen, ohne auf die Position von Möbeln Rücksicht zu nehmen. Durch die vorgefertigten Trockenbau-Elemente ist die Montage einfacher als Sie denken. Wie bei der wasserführenden Wandheizung kann die Deckenheizung im Sommer auch zur Kühlung genutzt werden. Kein Wunder, dass sich immer mehr Hausbesitzer für eine Deckenheizung entscheiden.


Hier mehr über die Montage einer Deckenheizung erfahren



Vorteile von Flächenheizungen auf einen Blick

Flächenheizungen sorgen für angenehme Strahlungswärme im Winter. Sie können aber auch in Kombination mit einer Wärmepumpe kühlen. Hier finden Sie die wesentlichen Vorteile im Überblick:

  • Gleichmäßige Wärmeverteilung ohne Zugluftgefühl
  • Geringere Luft- und Staubzirkulation als bei Radiatoren
  • Keine sichtbaren Heizkörper im Raum
  • Geringerer Energieverbrauch durch niedrige Vorlauftemperatur
  • Kühlfunktion im Sommer möglich

Nach dem Einbau der WEM-Wandheizung hat das Esszimmer keine sichtbaren Heizkörper mehr

Räume ohne sichtbare Heizkörper strahlen Ruhe und Behaglichkeit aus


Unsere Empfehlung: Flächenheizungen von WEM

Die Firma WEM Flächenheizungen gehört zu den Pionieren dieser modernen Heiztechnik. Seit 25 Jahren fertigt und optimiert das Team um Gerd Meurer und Hagen Elert Heizsysteme in der Nähe von Koblenz. Inzwischen haben Sie ein erprobtes Angebot von verschiedenen Flächenheizungen mit aufeinander abgestimmten Komponenten:

  • Fußbodenheizungen
  • Wandheizungen im Trockenbau
  • Wandheizungen unter Putz
  • Elektrische Wandheizungen
  • Deckenheizungen mit Kühlung im Sommer

Logo WEM-Flächenheizung und -kühlung

Möchten Sie mehr über die Flächenheizungen für Boden, Wand und Decke erfahren? Und auch wie der Einbau mit den vorgefertigten und aufeinander abgestimmten Modulen von WEM schnell und einfach geht?

Dann klicken Sie einfach auf den untenstehenden Link! Sie finden dort eine Beschreibung der verschiedenen Systeme und auch Praxis-Beispiele für eine Altbau-Sanierung und einen Neubau mit einer Deckenheizung und -kühlung


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